Trink- und Abwasseranlagen

Mallorca ist in vielerlei Hinsicht ein besonderer Flecken Erde, das gilt auch für seine Wasserversorgung. So gibt es zum Beispiel auf der Insel weder eine zentrale Trinkwasseraufbereitung, noch ein flächendeckendes Abwassersystem.

Je nach Standort oder Jahreszeit basiert die Wasserversorgung der Städte und Gemeinden aus Brunnen, Oberflächengewässern, Meerwasserentsalzungsanlagen oder einer Mischung dieser unterschiedlichen Quellen.

Das lückenhafte Abwassersystem und veraltete Technologien auf Basis der Dreikammergruben führen leider immer noch zu Verunreinigungen des kostbaren Grundwassers. Wie für viele Inseln charakteristisch, ist auch auf Mallorca Süßwasser eine limitierte Ressource. Wenn man außerdem noch berücksichtigt, dass im Laufe eines Jahres die Einrichtungen der Wasserversorgung Verbrauchsschwankungen von bis zu 900 % ausgesetzt sind, wird deutlich, warum die Qualität des Leitungswassers auf Mallorca nicht unbedingt deutschen Standards entspricht.

Abgesehen von gesundheitstechnischen Kriterien ist die Wasserqualität auf Mallorca auch eine technische Herausforderung. Wassertechnische Anlagen in Immobilien wie Heizungen, Wassererhitzer, Armaturen, etc. werden durch bestimmte Eigenschaften des Wassers, wie zum Beispiel der hohen Wasserhärte oder dem signifikanten Salzgehalt, in Mitleidenschaft gezogen.

Heutzutage gibt es zwar sehr gute Technologien und Anlagen zur Wasseraufbereitung, auf Mallorca jedoch gelten jedoch mehr als anderorts, dass die beste Technologie nur dann effektiv ist, wenn sie richtig eingesetzt und fachmännisch betrieben wird.

In diesem Sinne sollte man immer berücksichtigen, dass aus wassertechnischer Sicht, Mallorca nicht Hamburg oder München ist.