Nachträgliche Objektlegalisierung

Die Legalität von Immobilien war in der Vergangenheit ein immer wieder erneut thematisiertes Problem in der Presse. Gerade nach den Korruptionsskandalen der letzten Jahre in Puerto de Andratx und anderen Gemeinden auf Mallorca – hier wandelte man Naturschutzgebiete kurzerhand in Bauland um – wurden Investoren aufgrund der empfundenen Rechtsunsicherheit häufig abgeschreckt. So ist es nicht verwunderlich, dass gerade ausländische Investoren ohne „Mallorca-Erfahrung“ mittlerweile immer öfter bereits in der Vorkaufsphase Rechtsanwälte einschalten, um eventuelle Rechtsschwierigkeiten zu vermeiden.

Die häufigsten Fälle von illegaler Flächennutzung stellen aber nicht unrechtmäßig deklariertes Bauland dar, sondern ohne Baugenehmigung hergestellte Überdachungen, An- und Umbauten oder das allseits beliebte nachträgliche Bauen eines Schwimmbads. Oftmals sind diese Bauteile nachträglich zu legalisieren, indem ein Legalisierungsprojekt beim zuständigen Bauamt eingereicht wird, wobei der Erfolg dieses Verfahrens natürlich immer von der Größe des Grundstücks und der damit generell vorhandenen bebaubaren Fläche abhängt. Auch ist es möglich, dass diese illegal erstellten Bauteile nicht nachträglich zu legalisieren sind, beispielsweise wenn diese gegen gültige Normen oder Gesetze verstoßen.

Im Jahr 2014 wurde ein neues Gesetz verabschiedet, das auch die Möglichkeit der Legalisierung von bislang nicht legalisierbaren Bauten eröffnet. Mit Hilfe dieses Gesetzes können nunmehr – allerdings zeitlich begrenzt und nur unter bestimmten Voraussetzungen – selbst illegal erstellte Bauten in geschützten Zonen nachträglich legalisiert werden.


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